Erlebnispunkt 2: Regenfänger

Sind Ihnen auf den letzten Metern des Weges die von Efeu stark bewachsenen Bäume im Wald aufgefallen? Efeu ist eine immergrüne Kletterpflanze und wächst besonders gerne in schattigen, luftfeuchten Laubwäldern. Mancherorts fallen hier im Durchschnitt mehr als 1.200 mm Niederschlag pro Jahr.

Warum es hier so oft regnet? Das liegt zum einen daran, dass die feuchten Luftmassen vom Atlantik bis hierher kommen, zum anderen bleiben sie dann an den Gebirgszügen von Teutoburger Wald und Eggegebirge hängen. Sie steigen auf und kühlen sich dabei ab. Kalte Luft speichert aber weniger Wasser als wärmere Luft, deshalb fängt es hier häufig an zu regnen. Man spricht auch von Steigungsregen.

Sie erreichen gleich das Hiddeser Bent, das letzte noch lebende Hochmoor des Teutoburger Waldes, es liegt zwischen der Mulde des Kahlen Ehbergs im Nordosten und der Sternschanze. Seine Geschichte beginnt vor 9000 Jahren. Der häufige Regen ist auch dafür verantwortlich, dass es hier Moore gibt. Die feuchten Luftmassen zogen vom Atlantik hierher und die Gebirgshänge sorgten damals schon für Steigungsregen und kühle Luft, zusammen mit wasserstauenden Untergrund gab es dann einen Wasserüberschuss. Typische Bedingungen für die Entstehung von Torf und damit eines Moores. Die Torfschicht wurde irgendwann so mächtig, dass sie nicht mehr vom Grundwasser gespeist werden konnte, sondern nur noch von Wasser aus Luft und Regen, dann spricht man bei Mooren von Hochmoor.

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